Zulieferindustrie Metall – Graepel im Umsatzplus

Dieser Blechspezialist beherrscht offenbar sein Metier: Trotz Wirtschaftskrise durch Corona konnte die Friedrich Graepel AG mit deutschen Werken in Löningen und Seehausen/Altmark ihren Umsatz auf ein neues Rekordhoch schrauben.

Dies geht aus dem jetzt vorgelegten Abschlussbericht für das Geschäftsjahr 2021 hervor. Demnach stiegen die Erlöse um 30 Prozent auf 109 Mio Euro. Das ist ein neuer Rekordwert für das Familienunternehmen, das seit 1889 ganz auf die Kaltumformung von Blechen ausgerichtet ist. 

Die Entwicklung der Weltwirtschaft mit Corona stellte das Management vor große Herausforderungen. “Wir mussten vielerorts gegensteuern und optimieren“, teilten die Vorstände Carlo und Felix Graepel mit. Nach wie vor schwierig seien die Lieferketten. Hier habe man sich neu orientieren müssen - ein Prozess, der auch das laufende Geschäftsjahr noch beeinflussen werde. Die Kosten seien teils erheblich gestiegen. Nicht alles könne man an die Kunden weitergeben.

Ein Großteil der Umsatzsteigerung hat Graepel im Absatzbereich Fahrzeugbau realisiert. Als Zulieferer entwickelt und fertigt man Komponenten und Baugruppen, die sich unter anderem durch ihr niedriges Gewicht auszeichnen. Dazu zählen Luftgitter für Nutzfahrzeuge, Bau- und Landmaschinen sowie PKW. Durch namhafte Markenkunden, die globale Ausrichtung, den weiten Leistungsumfang und nicht zuletzt das tiefe Know-how sei man sehr gut aufgestellt, hieß es. Kein Wettbewerber in der Branche produziere mit fünf Werken auf drei Kontinenten. Das neue Werk in Indien hat rechtzeitig im Geschäftsjahr den Betrieb hochgefahren. Der Bedarf der asiatischen Märkte, vor allem in der Landwirtschaft, sei vielversprechend. Auch das Werk in den USA entwickele sich prächtig. Erst vor wenigen Wochen erfolgte dort der erste Spatenstich zur Verdoppelung der Produktion. 

Für das Geschäftsjahr 2022 zeigt sich der Vorstand zuversichtlich. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erwartet man weiter steigende Umsätze. Aktuell zählt Graepel rund 700 Beschäftigte, Tendenz steigend. Am Unternehmenssitz in Löningen betreibt der Hersteller zwei Werke. Hinzu kommt eine große Produktion in Seehausen in der Altmark, in der Blechprofilroste und weitere Bauprodukte für die „Sicherheit unter den Füßen“ gefertigt werden. Diese sind übrigens auch für Graepels Geschäft mit erneuerbaren Energien relevant, zumal Bund und EU in diesem Bereich viel vorhaben. Rund um´s geformte Blech läuft es also momentan beeindruckend gut: ein Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft. Mehr dazu unter Graepel.de im Internet.

Bildunterschrift: Blicken auf ein gutes Geschäftsjahr zurück und haben neue Märkte im Visier: Die Brüder Felix und Carlo Graepel (v.l.n.r.) (Foto: Graepel)

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